Influencer-Marketing – 7 essentielle Tipps für den Erfolg

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In unserer digitalisierten und global vernetzten Welt wird es immer schwieriger User mit Marketingmassnahmen und Werbebotschaften zu erreichen und zu überzeugen. Es ist essentiell sich von der breiten Masse und Vielzahl von Angeboten abzuheben, um die Aufmerksamkeit und das Interesse seiner Zielgruppe zu wecken. Influencer-Marketing ist dabei längst kein Hype mehr, sondern ein wirkungsvolles Tool, um seine Botschaft zu transportieren. Während der Vertrauensaufbau bei klassischen Kampagnen ein langwieriger Prozess sein kann, werden beim Influencer-Marketing bereits bestehende Netzwerke genutzt, in denen ein Vertrauensverhältnis besteht. Die Influencer-Meinung wird somit vergleichbar mit einer Freundesempfehlung.

Doch welche Zielgruppe kann mit diesem Instrument optimal angesprochen werden und welche Parameter gilt es zu beachten, damit eine Kampagne erfolgreich wird?

Die Millenials

Laut der Studie Swiss Influencer Marketing Report 2020 der Universität Luzern ist insbesondere die Gruppe der Millenials im Alter von 13-30 Jahren empfänglich für Influencer und dies sogar noch stärker als durch klassische Werbeformate wie Anzeigen, Suchmaschinenwerbung oder TV-Spots.

Quelle: eigene Darstellung, Swiss Influencer Marketing Report 2020, Designed by rawpixel.com / Freepik

Bereits 60% der Zielgruppe folgen Influencern und 56% suchen gezielt nach Produktinformationen in sozialen Medien. Ungefähr ein Drittel der Schweizer Millenials wurden laut der Studie bereits zu einem Kauf inspiriert, nachdem ein Produkt über Influencer beworben wurde. 53% der Marketingverantwortlichen schätzen den ROI sogar höher als bei alternativen Werbeformen ein. Die wichtigste Plattform im Schweizer Influencer-Marketing ist dabei Instagram, weit vor Facebook und anderen Kanälen.

7 Tipps für erfolgreiches Influencer-Marketing

Authentizität und Transparenz

Die Glaubwürdigkeit des Influencers ist ein entscheidender Faktor bei der Auswahl des richtigen Partners, was auch durch die Ergebnisse des Swiss Influencer Marketing Report 2020 bestätigt wurde. 71 Prozent der Millennials, 83 Prozent der Marketingverantwortlichen und 94 Prozent der Influencers sehen dies als sehr relevant an. Nur wenn die Follower die Werbebotschaft und den Empfehlungscharakter als tatsächliche Meinung wahrnehmen, sind sie dafür empfänglich und eine gute Conversion Rate ist möglich. Dabei wünschen sich sogar fast die Hälfte der Millenials eine hohe Transparenz und deutliche Kennzeichnung von Werbebotschaften, beispielsweise durch Hashtags.

Reputation

Es kommt auf die Auswahl der richtigen Influencer an, damit die Werbebotschaft optimal transportiert werden kann. Dabei spielen auch Faktoren ausserhalb des Influencer-Channels eine Rolle, indem Personen vermieden werden sollten, die beispielsweise im privaten Bereich Negativschlagzeilen schreiben oder deren Verhalten sich nachteilig auf das Produkt auswirken könnte. Die Art und Charakteristika des Influencers spielt dabei ebenso eine tragende Rolle. Als Werbetreibender sollte man sich die Frage stellen, ob für das Produkt beispielsweise eher eine Berühmtheit, ein Experte, ein Trendsetter oder ein Analyst die beste Wahl wäre.

Produkt-Matching

Das Produkt sollte zum Charakter und den Kompetenzen des Influencers passen. Einer der bekanntesten Influencer im Schweizer Markt ist Roger Federer, der über 7,8 Millionen Abonnenten bei Instagram verfügt. Die Kooperation des Spitzensportlers mit der schweizer Laufschuhmarke On, die 2010 in Zürich gegründet wurde, ist ein tolles Beispiel für einen grossartigen Produktmatch, der die Zielgruppe optimal anspricht – authentisch und mit einem Mehrwert. Damit lassen sich hohe Conversion Rates erzielen sowie eine positive Beeinflussung des Markenimages und eine Erhöhung der Markenbekanntheit.

Quelle: https://www.instagram.com/p/CCT8o6ElclU/

Ziele und Professionalität

Auf den ersten Blick scheint Influencer-Werbung sehr informell gestaltet zu sein und dieser Eindruck ist auch wichtig, um dem Kommunikationsstil von Social Media Kanälen zu entsprechen. Dahinter sollten jedoch wie bei anderen Mediagattungen auch eine durchkalkulierte Planung und Erfolgsanalyse stehen. Ebenso fix vereinbarte Rahmenbedingungen die besagen, in welcher Form, zu welcher Zeit und in welcher Häufigkeit ein Produkt vom Partner genannt und beworben werden soll. Um Differenzen zu vermeiden sollte auch vertraglich klar definiert werden, wie die Inhalte des Partners auch auf anderen Plattformen und Kanälen des Werbetreibenden genutzt werden dürfen. Die Planung kann durch den Einsatz von professionellen Marketingtools unterstützt und optimiert werden. Eine exakte Zielsetzung der Kampagne ist daher ausschlaggebend für den Erfolg

Raum für Kreativität

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Obwohl eine detaillierte Kampagnenplanung die Basis für die Kommunikation ist, sollte dem Influencer dennoch ein kreativer Spielraum eingeräumt werden. Seine Follower hat er durch seine Persönlichkeit aufgebaut und es besteht ein Vertrauensverhältnis. In der Ausgestaltung der Botschaft wie z.B. der Formulierung oder Useransprache, sollte der Partner daher nicht in einen Rahmen gezwängt werden, der nicht zu seinem nativen und üblichen Verhalten passt. Ansonsten läuft man als Werbetreibender Gefahr eine Werbereaktanz der Follower hervorzurufen, sodass die Werbebotschaft nicht nur weniger erfolgreich sein, sondern sogar in eine negative Wahrnehmung umkippen könnte.

Hashtags

Die Analyse und Verwendung von aussagekräftigen und reichweitenstarken Hashtags ist ein wichtiger Baustein, um möglichst viele User der Zielgruppe zu erreichen. Dies bietet zudem die Möglichkeit, dass interessante Beiträge verstärkt geteilt und auch gefunden werden können. Damit wird die Werbebotschaft über den Kanal des Partner-Influencers hinweg weiter gestreut und die Anzahl der Werbekontakte erhöht.

Reichweite

Je nach Produkt und Werbebotschaft ist eine gewisse Reichweite des Influencers entscheidend, um eine möglichst hohe Kontaktzahl zu erreichen. Dieser Wert ist jedoch nicht alleine ausschlaggebend, sondern es müssen vor allem auch die Follower an sich und deren Engagement-Rate in die Betrachtung miteinbezogen werden. So kann es für einige Kampagnen effizienter sein, lieber mit Microinfluencern zusammen zu arbeiten, ggf. sogar mit mehreren gleichzeitig, falls deren Fanbase ein sehr hohes Engagement in Bezug auf das zu bewerbende Produkt aufweist.

Influencer-Marketing wird je nach Zielgruppe ein immer stärker werdender, fixer Bestandteil im schweizer Mediamix, um die Bekanntheit und Sichtbarkeit von Unternehmen und Produkten zu steigern.

Es bietet Werbetreibenden durch die Nutzung des bereits bestehenden Vertrauensverhältnisses zwischen Follower und Influencer die Möglichkeit Emotionalität zu transportieren und ihre Werbebotschaft positiv auszuladen, sodass diese einer Freundesempfehlung gleichkommt.

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