Homeoffice: Arbeitsoutfit statt Jogginghose!

Tipps für den Arbeitsalltag im Homeoffice

Photo by Dillon Shook on Unsplash

Die Katze hat Hunger, die Nachbarn poltern wieder einmal durchs Treppenhaus und der Schleudergang der Waschmaschine bringt nicht nur die Regale, sondern auch eurer Gemüt zum wackeln – Homeoffice kann euch vor ganz neue Herausforderung stellen.

Gerade in der aktuellen Corona-Pandemie sehen sich viele Menschen plötzlich mit dieser Arbeitsumstellung konfrontiert. Dabei geht es nicht nur um Technik, IT, Infrastrukturen und Tools, sondern auch um den persönlichen Umgang mit dieser neuen Situation.

Nachfolgend einige Tipps, wie ihr euch in der neuen Situation schnell gut zurechtfinden könnt:

Persönliche Tipps fürs Homeoffice

  • Arbeitsoutfit statt Jogginghose!
    Die Jogginghose und der Kuschelschlafanzug sind bequem, keine Frage. Es klingt zuerst vielleicht etwas banal, um jedoch einen normalen Arbeitsalltag zu simulieren und eurem inneren Ich den Arbeitsstart zu signalisieren, solltet ihr auch zu Hause in ein Arbeitsoutfit schlüpfen. Dies muss nicht der Anzug mit Krawatte oder ein Kostüm sein, aber Kleidung, die sich klar von eurem Couch-Outfit abhebt.
  • Schafft euch euer eigenes Büro!
    Statt mit Laptop auf dem Schoss im Bett, solltet ihr euch eine abgetrennte Ecke schaffen, die eurer eigenes, kleines Büro ist. Dort wird nur geschäftliches erledigt, in allen anderen Bereichen eurer Wohnung findet privates statt.
  • Richtet euren Arbeitsplatz funktional und bequem ein!
    Ablagefächer, Mappen und weiteres Büromaterial sind günstig und können ggf. kurzfristig über euer Unternehmen beantragt oder nach Genehmigung aus dem Büro mit nach Hause genommen werden.
  • Schafft euch eine Wohlfühlatmosphäre!
    Insbesondere wenn es in den eigenen 4 Wänden eher hektisch zugeht, so kann wohlklingende Musik ggf. auch in Verbindung mit geräuschreduzierenden Kopfhörern eine gute Option sein.
  • Haltet euch an die Arbeitszeiten!
    Nur weil der neue Homeoffice-Laptop nun 24 Stunden lang am Tag griffbereit steht heisst das nicht, dass ihr diesen auch jederzeit benutzen sollt bzw. müsst.
  • Haltet eure Pausenzeiten ein!
    Im regulären Büroalltag ist die Arbeit meist von Mikrounterbrechungen geprägt, eine Frage von Kollegen, eine neue Mail, ein Anruf, der Gang zum Kopierer. Ebenso sollten im Homeoffice die Zeiten fürs Zmittag und eine Kaffee- oder Teepause eingehalten werden. Auch die erwähnten Mikrounterbrechungen sind wichtig, um einfach einmal kurz zwei Runden durch den Raum zu gehen und durchzuatmen. Ein nettes Gimmick hierfür ist die App Stretchly.
  • Klare Absprachen mit dem Partner!
    Wenn ihr das Homeoffice mit dem Partner teilt, dann setzt klare Regeln und Grenzen fest. Lasst euch in der Arbeitszeit nicht stören und verschiebt private Gespräche auf eine gemeinsame Mittagspause oder auf die Zeit nach der Arbeit. Mit Kindern könnt ihr eure Arbeitszeiten entsprechend in Schichten aufteilen.
  • Kinder miteinbeziehen!
    Kinder können spielerisch mit kleineren Aufgaben betraut werden, um Langeweile vorzubeugen. Ernennt sie beispielsweise zu euren persönlichen Assistenten, die kleinere Aufgaben erledigen. „Mal der Mama ein Bild für ihren neuen Schreibtisch, der Papa benötigt Expertenhilfe mit dem Kopierer“ – fantasievoll beschrieben und in eine spannende Geschichte verpackt lassen sich Kinder auch durch einfache Aufgaben schnell begeistern.
    Mit dem Arbeitgeber kann ggf. abgesprochen werden, dass die Arbeitszeiten flexibler werden, um so bereits früh am Morgen oder spät am Abend einiges zu erledigen. Für die Zeit dazwischen wird gemeinsam mit den Kindern ein Tagesplan erstellt, der konzentrierte Arbeit für euch vorsieht und ebenso Spielpausen mit den Kindern, sodass diese dosiert über den ganzen Tag hinweg eure volle Aufmerksamkeit erhalten.
  • Job und Privatleben trennen!
    Sprecht auch Freunde und Familie darauf an, dass ihr zwar zu Hause seid, dies aber eure Arbeitszeit darstellt. Nur weil ihr räumlich greifbarer seid als im Büro heisst das nicht, dass ihr zur Paketannahmestation oder zum Chauffeur werdet. Vermeidet solche Gefälligkeiten unbedingt, denn sie sind Störfaktoren.
  • Persönliche Gespräche sind wichtig!
    Bei Home Office tendieren viele dazu, die Kommunikation nur auf das Geschäftliche zu beschränken. Vorgesetze sind hier in der Pflicht, neben dem beruflichen Fortschritt auch nach dem persönlichen Befinden ihrer Mitarbeiter zu schauen und entsprechend nachzufragen. Warum keine Team-Videokonferenz um 15:00 Uhr zum gemeinsamen Kaffeeplausch?

Mit dem Schaffen einer produktiven Wohlfühlatmosphäre und den entsprechenden Rahmenbedingungen kann die Arbeit auch im Homeoffice wie gewohnt und vor allem auch mit Freude fortgesetzt werden. Denn wie der Schweizer Autor Max Frisch bereits sagte:

„Krise ist ein produktiver Zustand.
Man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.“

Rainer Heck
Rainer Heck verfügt über langjährige Consulting-Erfahrung in den Bereichen eCommerce, Film & TV, Marketing- und Mediaplanung, sowie Projektmanagement in der Schweiz, Deutschland und Asien. Innovationen im Markt und neue Trends zu erkennen, zu analysieren und diese journalistisch aufzubereiten, ist sein Steckenpferd.

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