Die Zukunft von Marketing Analytics – Interview Crispin Sill, Adisfaction-Annex

Crispin Sill

Bild: Crispin Sill – adisfaction-annex.ch

Seit 25 Jahren ist Crispin im Internet unterwegs und hat damit Google & Co. von Anfang an kennengelernt. Somit sind Tools wie Google Analytics oder Google Ads ihm bereits seit ihrer Anfangsphase vertraut. Bereits in den frühen Jahren von Google mache Crispin seine Leidenschaft zum Beruf und entwickelte digitale Marketing- sowie Kampagnenkonzepte und setzte diese um. Bevor Crispin 2018 zu (damals noch) adisfaction wechselte, leitete er den digitalen Marketingbereich einer Aargauer Agentur. Bei Adisfaction Annex ist Crispin für den Bereich Digital Analytics verantwortlich und entwickelt für seine Kunden massgeschneiderte Trackingkonzepte sowie Lösungen für die Datenvisualisierung.

Wofür setzten euere Kunden heute Analytics ein?

Unsere Kunden nutzen Analytics überwiegend für die Kontrolle und Weiterentwicklung ihrer Marketing-Aktivitäten. Dabei werden vor allem die Performance von Kampagnen bewertet.

Warum nutzen euere Kunden die Technologie, die sie einsetzen?

Unsere Kunden nutzen hauptsächlich Google Analytics in Kombination mit eigenen CRM-Systemen. Google Analytics ist bereits sehr lange (kostenlos) verfügbar und wird daher von vielen Kunden seit Jahren eingesetzt. Ebenfalls ist die Verknüpfung zu Google Ads eine wichtige Erweiterung, wenn es um die Synchronisation und Attribution von Conversions in Google Ads geht.

Wie wird sich das Verschwinden von Cookies auf Marketing Analytics auswirken?

Bild: Pezibear – Pixabay

Schwer zu sagen, denn die eine valide und funktionierende Cookieless-Lösung gibt es bisher nicht. Daher ist das Setup vieler Kunden weiterhin Cookie-basiert und wird sich erst in den kommenden Monaten oder Jahren ändern – abhängig davon, wie schnell es valide und performante Lösungen rund um Server Side Tracking und TOPIC sowie FLEDGE gibt.

Was ist deine Meinung zu Consent Management?

Sinnvoll und notwendig, um dem Nutzer die Entscheidung seiner Datenfreigabe selbst zu überlassen. Marketeers müssen mehr Zeit in ein optimiertes Consent Management stecken, um auch künftig eine genügend hohe Datenbasis für weitere Entscheidungen zu haben.

Findest du, es lohnt sich für ein Analytics-Tool zu zahlen oder soll man eher Gratis-Lösungen nutzen? Warum?

Die Gratis-Lösung diente und dient primär nur Google, denn der Preis sind die erfassten Daten, welche Google für dich nutzbar macht. Daher ja, eine kostenlose Lösung ist sinnvoll und kann weiter angeboten werden. Hierfür müssen sich aber die Website-Betreiber einfach im Klaren sein, dass Sie dennoch einen Preis zahlen: Nutzerdaten. Eine kostenpflichtige Version ist grundsätzlich denkbar, aber den Wert der gesammelten Daten in einen monetären Rahmen zu pressen bewirkt das ein gleichwertiges Produkt sehr teuer sein wird.

Was sollen die Analytics-Tools der Zukunft können?

Optimalerweise das gleiche, was die Tools jetzt bereits können. Hierbei sehen wir in den nächsten Monaten nicht eine Weiterentwicklung und Verbesserung der Nutzer-Targetings, sondern vielmehr eine «Schadensbegrenzung» für Werbetreibende, welche in der Vergangenheit ihre Kampagnen-Setups auf ein granulares Targeting ausgerichtet haben. Wenn es geschafft werden kann, ohne Cookies den gleichen Datenbestand wie heute zu erreichen, dann wurde bereits sehr viel erreicht.


Adisfaction-Annex AG ist die Agentur für digitales Marketing und crossmediale Kampagnen im Herzen von Zürich. Seit über 10 Jahre planen, erarbeiten und begleiten unsere digitalen Marketing-Experten die Projekte unserer Kunden. Dabei erstreckt sich unsere Expertise von der strategischen Beratung über die Planung und Umsetzung von Online- und Offline-Massnahmen bis zur Analyse und Visualisierung der Reportings. Mit ganzheitlichen und massgeschneiderten Lösungen erreichen wir Ihre Zielgruppe und Marketing-Ziele. Denn: Unsere Expertise ist Ihr Erfolg!

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