Influencer Marketing 5 Do’s + Don’ts – Unsere Erfahrung aus +240 Kampagnen

Influencer Marketing ist in den Marketingabteilungen vieler Schweizer Unternehmen angekommen. Viele Produkte und Dienstleistungen werden heute erfolgreich über Influencer/innen positioniert. Der Influencer Marketing Trend zeigt klar nach oben.

Wer sich bereits mit dem Thema auseinandergesetzt hat, weiss, dass eine Influencer Kampagne eine komplexe Herausforderung sein kann. Um Produkte und Dienstleistungen zielgerichtet über Social Media zu vermarkten, müssen einige grundlegende Rahmenbedingungen beachtet werden.

Warum überhaupt Influencer Marketing?

Bild: Diggy Marketing / Pixabay

Influencer Marketing steht für eine reichweitenstarke, authentische Markenkommunikation mit hoher Glaubwürdigkeit. Warum aber sind Influencer/innen so glaubwürdig? Sie gewähren private Einblicke, zeigen ihre menschlichen Fehler und Herausforderungen und werden dadurch als nahbar und authentisch wahrgenommen. Ein regelmässiger, persönlicher Austausch über Kanäle wie Instagram, Youtube oder Pinterest unterstützt die Beziehung zwischen Influencer/innen und ihrer Community.

Dank Influencer Marketing kann so eine effektive Ansprache der passenden und vor allem jungen Zielgruppe gewährleistet werden. Wenn der “Perfect Match”, der ideale Fit zwischen Brand und Influencer/in hergestellt ist, steht einer authentischen Markenkommunikation nichts mehr im Wege. Wer also die Audience der Influencer/innen kennt, kann so die richtigen Akteure gewinnbringend zusammenführen.

Influencer Marketing, also Empfehlungsmarketing, funktioniert so gut, dass in der Schweiz mittlerweile 53% der Millennials angeben, sich von den Bewertungen und Empfehlungen der Influencer/innen motivieren zu lassen, denen sie bereits folgen (Clegg et al., 2020).

Damit auch Ihrer Influencer Marketing Kampagne nichts mehr im Wege steht, hier ein paar Dos and Don’ts, die wir mit unserer Erfahrung der letzten Jahre, definiert haben.

Dos and Don’ts

Do #1 – Eine klare Zielsetzung definieren

Um eine erfolgreiche Influencer Marketing Kampagne zu starten, sollte man sich daher fragen welche Ziele man mit einer Aktivierung erreichen möchte. Geht es hier um die Steigerung der Brand Awareness, einen Produkt Launch oder z.B. um das Erreichen neuer Zielgruppen? Sobald der Zweck einer Kampagne entschieden ist, können weitere Elemente einer Kampagne analysiert und fixiert werden.

Don’t #1 – Sich einfach mal überraschen lassen

Bild: Storck Merci / Scarlett Geiger

Natürlich sollte man flexibel bleiben und seine Erwartungen an die gegebenen Umstände anpassen. Was man allerdings vermeiden sollte, ist es, ohne jegliche Vorstellungen einer Zielsetzung, eine Influencer Marketing Kampagne anzugehen, denn so lässt sich das grosse Potential einer solchen Massnahme nicht vollends ausschöpfen.

 

Do #2 – Den “Perfect Match” finden

Sich ein wenig Zeit zu nehmen um zu analysieren welche/r Influencer/in zur Marke und Kampagne passen würde, ist das A und O einer erfolgreichen Kampagnenvorbereitung. Die vorab definierten Ziele sollten für eine erfolgreiche Umsetzung, durch die identifizierte Person erreicht oder gar übertroffen werden. Für den richtigen Brand Fit helfen Kenntnisse über Aktivitäten, Interessen, Vorlieben und die Community des Creators.

Don’t #2 – Sich nur auf die Kennzahlen verlassen

Wie viel Reichweite ein/e Influencer/in hat und wie hoch die durchschnittliche Engagement Rate der geteilten Beiträge sind, ist ein sehr wichtiger Aspekt bei der Auswahl eines/einer Influencer/in. Jedoch ist es nicht empfehlenswert sich lediglich auf die datenbasierte Performance dieser Person zu fokussieren, denn so kann kaum eine glaubwürdige und authentische Ansprache ohne Streuverlust gewährleistet werden.

Do #3 – Eine Content- und zielgruppenspezifische Auswahl treffen

Bild: Free_photos / Pixabay

Jeder Content Creator bzw. jede/r Influencer/in ist anders, spricht eine andere Zielgruppe an, hat unterschiedliche Interessen und eine individuelle Persönlichkeit. Sobald spezifische Ziele abgesteckt sind, z.B. wie hoch der Anteil an Schweizer Follower ist oder welche Altersgruppe durch den spezifischen Creator angesprochen wird, kann aus einer ersten Auswahl an Personen der Perfect Match ausgelesen werden. Bei Picstars arbeitet die Technologie Hand in Hand mit den Kampagnen Managern. So kann gewährleistet werden, dass nicht nur die Botschaft richtig platziert ist, sondern auch ob das Produkt zur/m Influencer/in passt.

Don’t #3 – Sich von Prominenz blenden lassen

Ähnlich wie beim Thema Kennzahlen, sollte man sich ebenso wenig nur von der Prominenz und Followerschaft eines VIPs beeinflussen lassen. Celebrities haben häufig bereits viele Werbeverträge und so kann es eine Herausforderung darstellen eine authentische Botschaft zu platzieren oder die preisliche Übereinstimmung finden.

Do #4 – Dem Creator der Kreativität freien Lauf lassen

Bild: Lipton, Kay Mogg

Wer in der Auswahl des/der Influencer/in gute Vorarbeit geleistet hat, kann sich nun auf die kreative Ausarbeitung der Botschaft freuen. Viele Creators haben bereits ihre eigene Handschrift entwickelt, die einen Wiedererkennungswert hat und in ihrer Community gut ankommt. Deshalb ist es ratsam, nach der Absteckung von Rahmenbedingungen, ein Vertrauen in das kreative Schaffen zu haben, denn so wird besonders authentisches und inspirierendes Storytelling ermöglicht, um die Community erfolgreich zu aktivieren.

Don’t #4 – Die ganze kreative Arbeit übernehmen

Auch wenn man möglicherweise eine erste Idee hat, wie die Botschaft kreativ umgesetzt werden könnte, ist es nicht ratsam ein zu detailgetreues Briefing an den/die Influencer/in weiterzugeben. Selbstverständlich müssen Rahmenbedingungen, wie Sichtbarkeit der Brand oder andere spezifische Fragestellungen geklärt werden. Was allerdings die Ausführung anbelangt, empfehlen wir keine zu strikten Vorgaben zu geben, damit man sich auch von einzigartigen Ideen positiv überraschen lassen kann.

Do #5 – Den Kontakt pflegen

Nicht zuletzt aufgrund einer formellen Abnahme der Inhalte, sollte ein stetiger Kontakt zum Content Creator aufrechterhalten bleiben. Um eine persönliche Basis zu schaffen und eine potentiell langfristige Zusammenarbeit zu ermöglichen, ist es wichtig die Beziehung zu pflegen und bei allfälligen Fragen zur Verfügung zu stehen. Auch um mögliche Fehltritte zu vermeiden lohnt es sich einen Abnahmeprozess der kreierten Inhalte zu integrieren.

Don’t #5 – Eine passive Rolle einnehmen

Vertrauen und dem/der Influencer/n in der Kreativität freien Lauf zu lassen, bedeutet nicht, dass man sich nach der Erteilung des Auftrags bis zur Veröffentlichung des Contents, einfach zurücklehnen sollte. Gerade wenn man die identifizierte Person noch nicht gut kennt, ist es nicht ratsam nur auf das Beste zu hoffen und nicht als Ansprechperson zur Verfügung zu stehen.

Picstars AG

Die 2014 gegründete Influencer-Agentur Picstars, mit Sitz in Zürich und Berlin, bietet kreative, inspirierende und effiziente Lösungen für datengesteuertes Influencer Marketing. Um Content für überzeugendes Storytelling und authentische Kampagnen kreieren zu können, identifiziert Picstars die richtigen Influencer für Kunden und Kampagnen. Der ‚Perfect Match‘ zwischen Kunde und Influencer führt so zu einer authentischen und überzeugenden Werbebotschaft, die nachhaltigen Wert schafft.

Am 16.3.21 könnt ihr mehr über Influencer Marketing erfahren bei dem Vortrag „Influencer Marketing – 245 Kampagnen später“ von Key Note Speaker Mark Sandmeier.

Quelle: https://picstars.com

Noch mehr Influencer Marketing: Influencer-Marketing in Corona-Krisenzeiten

2 KOMMENTARE

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here